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                           Der Heimbacher Bildstockweg

wird Ihnen präsentiert von: Internetpräsentationen Helmut Greiner,

Talbrunnenstr. 9, 91171 Greding-Hausen

 

 

  9. Kapelle vom Hummelhof

  Die Hofkapelle mit Betstuhl davor ist das größte der Heimbacher Flurdenkmäler. Eigentümer ist der

  heute in Euerwang begüterte Landwirt Hans Hummel, der auch die jeweils notwendigen Renovierungs-

  arbeiten an der Kapelle durchführt. Die allgemeine Betreuung hingegen nimmt die Familie Beck,

  Heimbach, wahr.

  Dem Bau der Kapelle liegt ein Gelübde zugrunde: Der damalige Heimbacher Landwirt Franz Xaver

  Hummel hatte drei seiner Söhne im Krieg und gelobte, falls sie gesund und lebend zurückkämen, hier

  eine Kapelle zu erbauen. Das Bauwerk wurde laut Kapelleninschrift 1872 errichtet.

  Noch bis zur Flurbereinigung 1972 trat neben der Kapelle eine Quelle aus dem Berg, der die Bevölke-

  rung im weiten Umkreis Augenheilkräfte zuschrieb.

  Diese Quelle, so berichtete der inzwischen verstorbene Josef Beck, sei selbst in heißen Sommern nie

  versiegt.

  Dies war letztlich auch der Grund, vor der Kapelle einen Betstuhl aufzustellen. Die Herbeipilgerten

  benetzten sich zunächst mit dem Quellwasser und sprachen danach in dem Betstuhl ihre Bitten aus.

 

  Ein über hundert Jahre altes einfaches Ölbild zeigt drei damals blind geborene Kinder aus Haunstetten

  in ihren Wiegen. Der Überlieferung nach soll ihnen durch das Heilwasser und die Gebete das

  Augenlicht geschenkt worden sein. Das Bild, so heißt es, sei der Dank der überglücklichen Eltern

  gewesen. Seither, so Hans Gmelch, hat das Votivbild im Innern der Kapelle seinen ständigen Platz.

  Durch die Flurbereinigung 1972 wurde jedoch der den Quellenverlauf kreuzende Weg zum Stanglberg

  asphaltiert und der Rinnsalaustritt dabei verschüttet.

  Und noch etwas weist die Kapelle auf: Links unterhalb des kleine Altars befindet sich eine

  Mauernische, in dieser steht eine wahrscheinlich aus Gips modellierte, etwa einen Meter hohe

  farbige Figur, die Christus an der Martersäule darstellt.

  Mit dieser Hummel`schen Hofkapelle ist aber auch ein bis heute erhaltener Brauch verknüpft:

  Am Dreifaltigkeitssonntag ziehen die Heimbacher Dorfbewohner, einen Rosenkranz betend, zur

  Kapelle.

 

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